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Grundlagen der Clothilde

Bei der Anwendung von Clothilde gibt es eigentlich gar nichts zu beachten, außer, dass die Objekte, die benutzt werden, entsprechende Tags bekommen müssen. Clothilde stellt dem Benutzer insgesamt 3 Objekte zur Verfügung:

ObjektBeschreibungAktivierungWirkungsweiseBesonderheiten
CNurbsCNurbs unterteilt untergeordnete Objekte feiner.Zu finden im PlugIn-Menü unter Clothilde - cNurbs.Erst nach Unterordnung eines Objekts zu CNurbs beginnt die Wirkung.Durch Anwendung des CNurbs auf einer Ebene, kann diese durch die feine Unterteilung unrealistisch viele Wellen erzeugen.
     
Kleidung TagMit diesem Tag wird ein Objekt „kleidungsfähig“ gemacht.Rechtsklick auf das gewünschte Objekt und dann Clothilde Tags - Kleidung.Sofort nach dem Zuweisen des Tags auf einem Objekt, fängt das Tag an zu wirken.Objekte mit Kleidungstags sind vielseitig einsetzbar und daher sehr interessant für realistische Animationen. Man kann auch Kleidung zerreißen lassen.
     
Kollision TagMit diesem Tag wird ein Objekt zu einem Kollisionsobjekt konvertiert. Dies bedeutet, dass das Objekt von nun an Objekte mit Kleidungstags verformen kann.Rechtsklick auf das gewünschte Objekt und dann Clothilde Tags - Kollision.Sofort nach dem Zuweisen des Tags auf einem Objekt, fängt das Tag an zu wirken.In den Attributen dieses Tags kann man bestimmte Polygone als Kollisionsbereiche festlegen.


Verschiedene Arten der Benutzung von Clothilde

Kleidung verformen

Wir erstellen eine Ebene und darunter eine Kugel. Die Kugel erhält ein Kollisionstag. Die Ebene wird einem CNurbs untergeordnet und erhält ein Kleidungstag.



Nun kann Play gedrückt werden und nachgesehen werden wie die Kleidung verformt wird.



Kleidungsbereiche "festhalten"

Es ist bekannt, dass Kleidung nicht einfach nur fällt und von Objekten rutschen kann, sondern auch "festgehalten" werden kann.
Natürlich ist auch das mit Clothilde möglich.
Also wird zunächst eine Ebene erstellt und konvertiert. Danach werden die Punkte markiert, die festgehalten werden sollen. Im Kleidungstag wird in der Registerkarte „Ankleide“ auf Punkte fixieren geklickt. Sofort merkt man den Unterschied, dass die Punkte ihre Farbe von Orange auf Lila ändern.



Wenn jetzt Play gedrückt wird, sieht man wie diese Punkte fixiert sind:



Kleidung zerreißen

Wieder wird eine Ebene erstellt und konvertiert. Die äußersten Punkte werden rund um die Ebene markiert und im Kleidungstag wird auf "Punkte fixieren" geklickt (ich hab dann auch Play gedrückt).



Im Kleidungstag der Ebene wird unter der Registerkarte "Effekte" ein Häkchen bei "Zerreißen" gemacht und die Grenze auf 120 % (Standart) gestellt.

Zusätzlich wird jetzt eine Kugel über dem Tuch positioniert, konvertiert und diese Kollisionstag zugewiesen.

Jetzt kann Play gedrückt werden und die Kugel durch das Tuch bewegt werden. Es zerreißt bei starker Beanspruchung:



Objekte ankleiden

Clothilde bringt die so genannte "Dress-o-Matic" mit, die es ermöglicht Objekte zu bekleiden, indem man die zu bekleidenden Objekte in das Tuch schiebt. Wir benutzen hier die "Entspannen"-funktion. Es werden also alle Polygonobjekte für Clothilde präpariert. Nach der Reihe bekommt der "Körper" ein Kollisionstag, die Kleidung ein Kleidungstag und wird einem CNurbs untergeordnet.

Im Tag wird daraufhin ein Häkchen bei "Ankleide" gesetzt und auf Entspannen geklickt. So lange, bis die Kleidung richtig am Körper sitzt (ich musste zwei Mal klicken).

Jetzt wird auf den Knopf "Initialisierungsstatus setzen" geklickt, danach in den Punktemodus gewechselt und die Punkte markieren, die fixiert werden sollen. Klicken Sie anschließend auf den Button "Punkte fixieren" (Bild1).

Nun wird das Tuch dem Körper untergeordnet und anschließend das ganze Objekt (also der Körper) um 90° gedreht, sodass es nun so aussieht, als ob der Körper einen Umhang anhätte (Hierarchie = Bild2, Endbild = Bild3).



Natürlich sollte man noch die Dehnfestigkeit überprüfen, um unschönen Ergebnissen vorzubeugen (ich habe mein Bild etwas zu hastig und zu unschön gemacht, aber das Prinzip stimmt).

Einstellungen für Kleidung:

- Die Dehnfestigkeit bestimmt, wie der Name bereits verrät, wie stark sich die Kleidung dehnt.

- Kleidung kann auch zerreißen, z. B. T-Shirts. Man sollte aber immer mehr als 100 % nehmen.

- Mit Ändern der Biegefestigkeit kann man auch festes Leder darstellen.

- Gummi ist gut für Trampolinsimulationen.

- Bei komplexeren Szenen sollte die Selbstkollision aktiviert werden.

Autor: Da Hacker
Website: Dahacker.de.vu ()


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