Im Streit um den möglichen Missbrauch seiner führenden Stellung im Servermarkt hat der Softwarehersteller Microsoft nach Ansicht der EU-Kommission die Auflagen nicht zufrieden stellend umgesetzt.
"Unsere Prüfung hat ergeben, dass Microsoft die Auflagen für die Interoperabilität nicht hinreichend erfüllt", sagte EU-Wettbewerbssprecher Jonathan Todd am Donnerstagabend.
Das Problem liege vor allem am Zugang zur technischen Dokumentation, um eine etwaige Lizensierung zu evaluieren.
Die MS-Konkurrenz müsse nämlich eine Lizenz für die Gesamtinformation in Anspruch nehmen und damit also auch für etwas bezahlen, was eventuell gar nicht in Anspruch genommen wird.
Es gebe noch keine konkrete Frist, bis zu der Microsoft den Forderungen nachkommen müsse.
"Die Kommission bleibt geduldig, aber auch die Geduld hat ihre Grenzen."