[Security] Funkchips noch zu leicht zu knacken

Datenschützer und Konsumentenvereine gehen auf die Barrikaden, wenn wieder irgendwo RFID-Chips [Radio Frequency Identifikation] auf Pullover, Rasierklingen oder Joghurtbecher geklebt werden sollen.
Sie fürchten das Ausspionieren von Kunden, die Verfolgung von Bürgern, die RFIDs mit sich herumtragen, und völlig unkontrollierte Datenverbreitung durch die Funkchips.
Die Johns Hopkins-University in Baltimore in den USA hat kürzlich gezeigt, dass RFID-Chips noch ganz andere Risiken auf Lager haben: Mit herkömmlichen Mikrochips konnten die Forscher des Information Security Institute in nur 15 Minuten einen RFID-Tag von Texas Instruments knacken, mit dem man in den USA automatisch an der Tankstelle bezahlen kann - und das, ohne den Chip auch nur zu berühren.
Die Methode funktionierte auch mit einem Autoschlüssel, der einen RFID-Chip als Diebstahlsicherung eingebaut hat.
Mit ein bisschen Informatik-Kenntnis könnte so jeder Betrüger auf Kosten eines anderen tanken oder gleich mit dessen Auto wegfahren, warnen die Cracker im Dienste der Wissenschaft.

(mk)

Quelle: Orf.at
Veröffentlicht am 13.02.2005 um 14:06 Uhr.

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