Altes Pergament

Wir beginnen mit einem neuen Dokument. Die im Tutorial angegebenen Werte beziehen sich auf eine Dokumentengröße von 600px * 600px. Bei anderen Dokumentengrößen müssen die Werte gegebenenfalls angepasst werden. Wählen Sie als Hintergrund- und Vordergrundfarben zwei Farbtöne aus, die zu altem Pergament passen. Ich habe mich dabei für #FFFCCC und #996600 entschieden. Die Farben können nachher noch nachjustiert werden, also hier nicht verzweifeln.



Erstellen Sie eine neue Ebene über dem Hintergrund, nennen Sie diese "Pergament" und füllen Sie diese mit der aktuellen Farbe. Dann wenden Sie den Wolkenfilter (Filter >> Rendering-Filter >> Wolken) an.



Erstellen Sie erneut eine neue Ebene, nennen Sie diese "Störung". Füllen Sie die Ebene mit Weiß und wenden Sie den Störungsfilter (Filter >> Störungsfilter >> Störungen hinzufügen) an (Stärke: 50%; Gaußsche Normalverteilung, Monochrom).



Wählen Sie jetzt einen Braunton aus (#663300) und färben Sie die Ebene "Störung" ein (Bild >> Anpassen >> Farbton/Sättigung - Färben; Sättigung: 70; LAB-Helligkeit: -10).





Ändern Sie den Ebenenmodus der Ebene Störung von "normal" auf "multiplizieren" und verringern Sie die Ebenendeckkraft auf 50%. Nun wenden wir uns dem "Verknittern Effekt" zu. Schließlich hat unser Pergament schon einiges durchgemacht. Wechsln Sie von der Ebenenpalette in die Kanälepalette und erstelle einen neuen Kanal und nennen Sie diesen "Knittern". Wenden Sie in dem neuen Kanal den Wolkenfilter (Filter >> Rendering-Filter >> Wolken) mit schwarz und weiß als definierten Farben an.





Wechsln Sie jetzt wieder in die Ebenenpalette und wählen Sie die Ebene "Störungen" aus. Reduzieren Sie diese Ebene mit der darunter liegenden auf eine Ebene (Ebene >> Mit darunterliegender auf eine Ebene reduzieren; STRG + E). Jetzt wird es interessant: Das Knittern kommt auf das Pergament (Filter >> Rendering-Filter >> Beleuchtungseffekte). Lesen Sie die entsprechenden Werte bitte vom Bild ab.



Sieht doch eigentlich schon ganz gut aus. Mir ist das Ganze noch etwas zu dunkel, also habe ich die Helligkeit ein bisschen erhöht (Bild >> Anpassen >> Helligkeit/Kontrast; Helligkeit: 20).



Nehmen wir uns nun die Ränder vor. Benutzen Sie das Lasso-Werkzeug (L) und markieren Sie damit den oberen Bildrand. Hier darf ruhig gezittert werden, damit das eine schön rissige Kante ergibt. Am besten klappt das wohl mit einem Grafiktablett. Aber auch mit der Maus klappt es eigentlich ganz gut.
Wiederholen Sie den Vorgang mit allen anderen Kanten. So sieht das Pergament jetzt aus:



Jetzt wenden wir uns noch den besonders vergilbten Flecken und Rändern zu. Erstellen Sie eine neue Ebene über der Ebene "Pergament", nennen Sie diese Ebene "Flecken". Füllen Sie diese mit weiß und wenden Sie den Wolkenfilter (Filter >> Rendering-Filter >> Wolken) an, dabei sollte die Hintergrundfarbe schwarz sein. Jetzt ändern Sie den Schwellenwert (Bild >> Anpassen >> Schwellenwert) so, dass sich ein angemessenes schwarz-weißes Fleckenmuster ergibt.



Diese Ebene wird nun auf dieselbe Art und Weise eingefärbt, wie vorhin die Störung. Braunton aussuchen (Bild >> Anpassen >> Farbton/Sättigung) und so weiter. Die gefärbten Flecken werden mit dem Gaußschen Weichzeichner (Filter >> Weichzeichnungsfilter Gaußscher Weichzeichner; Radius: 3,0 Pixel) entschärft. Erstellen Sie dann aus der aktuellen Ebene eine Schnittmaske (Ebene >> Schnittmaske erstellen; STRG + G). Das bewirkt, dass die Flecken nur da zu sehen sind, wo das Pergament ist. Setzen Sie den Ebenenmodus auf "Multiplizieren" und verringern Sie die Deckkraft, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Reduzieren Sie beide Ebenen auf eine (STRG + E).



Um einen vergilbten / verkokelten Rand hinzubekommen, können Sie den oberen Schritt wiederholen. Einziger Unterschied ist, dass Sie keine Wolken einfärben sondern den Rand, den Sie auf einer neuen Ebene mit schwarz überpinseln, weich zeichnen und wieder als Schnittmaske definieren. Wenn Sie wollen, können Sie bei den Ebeneneffekten noch einen Schlagschatten einstellen. Fertig ist das Pergament.



Autor: extracuriosity
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